Eine Bildschirmpause mit Blick aus dem Fenster

Landschaftsillustration

An einem gewöhnlichen Arbeitstag folgt eine Aufgabe oft direkt auf die nächste, ohne dass man wirklich innehält, weil der Blick die ganze Zeit am Bildschirm hängen bleibt. Zwischen zwei Aufgaben kurz aufzuschauen und aus dem Fenster zu blicken, gibt den Augen und dem Kopf einen kleinen Abstand, bevor die nächste Sache beginnt. Es braucht dafür keine Vorbereitung, nur den Moment, den Blick bewusst schweifen zu lassen, statt sofort weiterzutippen.

Viele merken, dass gerade diese kurzen Momente den Tag angenehmer machen, weil sie eine natürliche Grenze zwischen den einzelnen Aufgaben ziehen. Der Blick nach draußen, egal ob auf einen Hof, eine Gasse oder einen Garten, unterbricht für einen Augenblick das Gefühl, ständig auf etwas Nahes fokussiert zu sein.

Eine kleine Grenze zwischen den Aufgaben

Wer im Büro sitzt, kann diese Pause an feste Punkte koppeln, etwa immer nach dem Absenden einer E-Mail oder am Ende eines Telefonats. Daheim im Homeoffice bietet sich dasselbe an, vielleicht sogar mit einem kurzen Schritt zum Fenster, bevor man sich wieder an den Sessel setzt. Beides erfüllt denselben Zweck, nämlich einen Moment aus dem engen Nahblick des Bildschirms herauszutreten.

Mit der Zeit wird diese Gewohnheit fast automatisch, sodass der Blick zwischen zwei Aufgaben von selbst nach draußen wandert, ohne dass man sich extra daran erinnern muss. Kolleginnen und Kollegen im selben Raum übernehmen diese kleine Pause oft ganz von selbst, wenn sie sie bei anderen beobachten.

Manche legen diese kurze Pause bewusst mit dem Griff nach einem Glas Wasser zusammen, sodass sich zwei kleine Gewohnheiten sinnvoll ergänzen. In einem Großraumbüro reicht oft schon ein kurzer Blick zur Seite, während man daheim eher zum Fenster oder auf den Balkon geht. Manche verbinden diesen Moment auch mit einem kurzen Gedanken an die nächste Aufgabe, ohne sich aber schon aktiv damit zu beschäftigen. So bleibt die Pause kurz, erfüllt aber trotzdem ihren Zweck, nämlich eine kleine Zäsur im Arbeitstag zu schaffen.

Im Sommer, wenn draußen viel Licht und Bewegung ist, fällt diese kurze Pause besonders leicht, während sie im Herbst eher zu einem ruhigen Blick auf graues Wetter wird. Der Nutzen bleibt in beiden Fällen derselbe, ein kurzer Abstand vom eigenen Bildschirm.